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Schulbildung und, oder Erziehung in Europa im Spiegel der
Zeit!
Die ersten wirklich bekannten Schulen in Europa gab es in
Athen. Heutige Schüler würden sich wahrscheinlich darüber freuen, in so eine
Akademie, wie sie damals genannt wurde, gehen zu dürfen. Sokrates lehrte in
einem Park, der den Namen ‘Akademos‘ trug. Man lehrte also nicht in einem
Gebäude, sondern traf sich in einer Art Park oder Hein, in dem die Bäume
Schatten gegen die brennende Sonne boten. Ein älterer Untätiger beantwortete
die Fragen jüngerer Untätiger und es wurde darüber diskutiert. Platon, der
seinen eigenen Lehrer Sokrates vergöttlichte, schrieb einige dieser Gespräche
nieder. Kein Thema schien tabu und das war wahrscheinlich auch einer der
Gründe dafür, Sokrates entweder in den Tod oder aus der Stadt zu vertreiben.
Man hatte ihm schon des Längeren vorgeworfen, die Jugend zu gefährden. Auch
heutige Eltern und Staatsoberhäupter hätten sich höchstwahrscheinlich über
einen der größten Philosophen aller Zeiten beklagt, als er, Sokrates, um die
heiße Mittagszeit die Füße in das Wasser einer kühlenden Quelle hängend einem
12 jährigen erklärte, was wirkliche Liebe ist; Und dabei meinte er durchaus
nicht die zwischen Mann und Frau.
Bei den Römern ging es dann weiter mit “Ludus“ (Spiel),
der Schule und “Magister“, dem Lehrer. Die reicheren kauften sich einen
gebildeten Griechen auf dem Sklavenmarkt. Wobei der gelehrte Grieche aber
auch wirklich wie ein Sklave behandelt wurde. So bekam er zum Beispiel die
Strafe, die eigentlich die Kinder hätten bekommen sollen, weil man die
letzteren ja nicht anrühren durfte, waren sie doch “liber“ (frei). Man lernte
vor allem schreiben, lesen und natürlich das aus dem ganzen Reich in Rom
zusammengetragene Wissen.
Der nächste größere Schritt waren die organisierten
Schulen der katholischen Kirche, damit für deren administrativen Aufgaben die
nötige Zahl an Schriftgelehrten zur Verfügung stünden. Dies sollte das
Bestehen der Kirche während eines Zeitraums von 1500 Jahren sichern, da sich
barbarisch-kriegerische Völker und deren Herrscher und später europäische
Könige auf diese Organisationsfähigkeit stützten. Sie bereitete auch auf die
ab dem 12. Jahrhundert gegründeten Universitäten vor, da an diesen Vorträge
in lateinischer Sprache gehalten wurden.
Das änderte sich erst zur Zeit von Napoleon, als jener
das Staatssystem neu durchorganisierte. Ämter wurden hier nicht mehr
verkauft, sondern nach Verdienst oder Kenntnissen über den Staatsdienst
verliehen. Das machte natürlich den Aufbau eines Schulsystems nötig. Der
Redner hielt nicht mehr nur einen Vortrag (an den bis dahin bestehenden
Universitäten hatte er sich nicht sehr darum gekümmert, ob die Zuhörer auch
etwas lernten), sondern war gezwungen den Lernprozess seiner Schützlinge zu
kontrollieren, weil diese am Ende eine Prüfung ablegen sollten, und wenn zu viele
durchfielen, wurde der Redner dafür verantwortlich gemacht.
Das war der zweite Schritt zur Pädagogik. Die ersten
waren schon von John Lock getan worden, der das Schlagen der Schüler durch
den Lehrer als Erziehungsmethode verurteilte, oder Rousseau, der sich damit
in seinem Buch “Emil, oder über die Erziehung“ beschäftigte. Aber körperliche
Züchtigung blieb noch lange nicht aus, bis wir über “Laissez faire“ zum
heutigen Loben des Schülers durch den Lehrer gelangen.
Aber dass auch dies nicht unbedingt das Optimale ist,
wurde bisher schon erkannt, weil dieser wie alle anderen in ihrem Leben
lernen muss, mit Erfolg und Misserfolg zurechtzukommen.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Iskolai képzés és nevelés története
Montag, 13. Oktober 2014
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